Unklarheit bei Berichtspflichten für Auslandsdienstreisen

Europaabgeordnete Dr. Babette Winter: „Entgegen anderslautender Informationen, die derzeit zirkulieren, ist bei kurzfristig anberaumten Geschäftsreisen und bei sehr kurzen Entsendezeiträumen bis zu einer Woche der Antrag auf Ausstellung der A1-Bescheinigung nicht erforderlich. Auch die Behauptung der Thüringer FDP, das Dokument sei ein Bürokratieungetüm ist falsch. Im Gegenteil: Es schützt Arbeitnehmer im Ausland. Der Verwaltungsaufwand ist proportional zur Länge der Dienstreise“

Ein ausgewogenes Verhältnis zwischen dem freien Dienstleistungsverkehr und der Gleichbehandlung der Arbeitnehmer steht im Mittelpunkt der neuen Vorschriften zum Schutz der Rechte der Personen, die von Ihrem Arbeitgeber entsandt werden, um vorübergehend in einem anderen Mitgliedsstaat zu arbeiten. Dadurch wird für die gleiche Bezahlung für gleiche Arbeit am gleichen Ort gesorgt, und im jeweiligen Aufnahmeland herrschen dann gleiche Wettbewerbsbedingungen für ausländische und lokale Unternehmen.

 

Zum Hintergrund:

17 Millionen Europäerinnen und Europäer leben oder arbeiten heute in einem anderen Mitgliedsstaat als ihrem eigenen. Diese Zahl hat sich innerhalb des zurückliegenden Jahrzehnts nahezu verdoppelt.

Täglich pendeln 1,4 Millionen Europäerinnen und Europäer in einen anderen Mitgliedsstaat zur Arbeit.

Mehr als 2 Millionen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sind im Straßenverkehrssektor tätig und befördern Tag für Tag Fahrgäste und Waren über die Grenzen innerhalb der EU.

Babette Winter